Pu­blished: 5. April 2022 | Up­dated: 19. De­cember 2023 Author: An­drea Helten | Re­viewed by Chris­toph Müller-Gun­trum

10 Bü­cher für Re­gen­bo­gen­fa­mi­lien

1. Der Klas­siker

Schon 2010 ist es er­schienen: „Re­gen­bo­gen­fa­mi­lien: Ein Hand­buch“ von Ste­phanie Ger­lach. Auch wenn sich seitdem ei­niges ge­än­dert hat (so zum Bei­spiel das Recht auf Ehe­schlie­ßung für gleich­ge­schlecht­liche Paare seit Ok­tober 2017), bietet das Hand­buch einen guten Über­blick ins LGBTIQ*-Familienleben. Aus dem Klap­pen­text: „Ste­phanie Ger­lach steht all jenen mit Rat und Tat zur Seite, die sich für ein Leben mit Kin­dern ent­scheiden, und ge­währt in zahl­rei­chen In­ter­views mit Men­schen, die in al­ter­na­tiven Fa­mi­lien leben, einen Ein­blick in die Le­bens­rea­li­täten heu­tiger Be­zie­hungs­kon­stel­la­tionen.“ Im Buch finden sich dar­über hinaus prak­ti­sche Hil­fe­stel­lungen sowie Ant­worten auf wich­tige ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Fragen.

2. Die Lang­zeit-Studie

Eben­falls von Ste­phanie Ger­lach, in Zu­sam­men­ar­beit mit der Ber­liner So­zio­login Uli Streib-Brzic, ist dieser In­ter­view­band mit recht sper­rigem Titel er­schienen: „Und was sagen die Kinder dazu? Zehn Jahre später!: Neue Ge­spräche mit Töch­tern und Söhnen les­bi­scher, schwuler und trans­gender El­tern“ führt die Dis­kus­sion fort, die eine De­kade zuvor be­gonnen wurde. Ins­ge­samt 34 Kinder, Ju­gend­liche und Er­wach­sene wurden da­mals nach ihrer Sicht auf die ei­gene, „be­son­dere“ Fa­milie be­fragt. Nun sind aus den Kids Ju­gend­liche, aus den Ju­gend­li­chen selbst junge Er­wach­sene ge­worden. Be­son­ders span­nend: Die di­rekte Ge­gen­über­stel­lung der „alten“ Por­träts mit der Sicht­weise zehn Jahre später. Es geht um den ganz per­sön­li­chen Blick auf die Fa­milie mit all ihren Krisen, Tren­nungen und be­son­deren Mo­menten.

3. Vom Blog zum Best­seller

Zwei Väter und der emo­tio­nale Alltag mit Pfle­ge­kin­dern. Wie dieser aus­sieht, können In­ter­es­sierte re­gel­mäßig auf dem Blog „pa­papi“ nach­lesen. Hinter „pa­papi“ steht Schau­spieler Kevin Sil­ver­gieter Hoog­stad, der auch auf In­sta­gram mit fast 75.000 Fol­lo­wern eine be­acht­liche Reich­weite hat. Auf seinem per­sön­li­chen Blog er­zählen er und sein Mann René aus ihrem Leben, stellen Koch­re­zepte on­line und plau­dern über Lein­sa­mengel für die Haare. 2020 ist ihr viel­be­ach­tetes Buch „Papa, Papi, Kind: Warum Fa­milie auch an­ders geht“ er­schienen. Emo­tional und au­then­tisch be­richten sie von ihrer Reise hin zu Pfle­ge­el­tern in Lang­zeit­pflege und was es heißt, ihren mitt­ler­weile drei Kin­dern ein echtes Zu­hause zu geben.

Kinderbücher vorlesen

4. Große Ge­fühle

Schon 2016 be­rich­tete To­bias Re­bisch, wie es ist, als gleich­ge­schlecht­li­ches Män­ner­paar einen neu­ge­bo­renen Jungen zu ad­op­tieren. Offen und ehr­lich wird in „Zwei Papas und ein Baby: Unser Leben als (fast) ganz nor­male Fa­milie“ er­zählt: Von der ner­ven­auf­rei­benden Bü­ro­kratie und dem langen Warten aufs Kind, das zu einer Zer­reiß­probe für die Be­zie­hung wird. Wie es ist, plötz­lich und quasi über Nacht dann doch El­tern zu werden. Re­bisch be­richtet von Müt­tern mit Vor­ur­teilen hin­sicht­lich ihrer Er­zie­hungs­kom­pe­tenzen und dem tru­beligen Alltag mit ihrem ge­liebten Sohn. Le­sens­wert!

5. Aus der Kin­der­per­spek­tive er­zählt

“Wenn zwei Men­schen sich ganz dolle lieb haben, dann geht alles.“ So simpel er­klärt Ana, die ge­rade in die Schule ge­kommen ist, ihren Mit­schü­lern, warum sie zwei Mütter hat. Ein Buch über Re­gen­bo­gen­fa­mi­lien und die ty­pi­schen Fragen, die nicht nur das ei­gene Kind stellt, son­dern auch das Um­feld. Die kleine Ana er­klärt ein­fach und schnör­kellos, wie ihr Leben mit Mama und Ma­musch so ist — eben wie ein echtes, ge­liebtes Kind! Die Au­torin von „Mama + Ma­musch: Ich bin ein Her­zens­wunsch­kind“, He­lene Dü­per­thal, ist Mutter von sieben Kin­dern und hat sich neben dem Schreiben von Bü­chern vor allem auf Trau­er­ar­beit spe­zia­li­siert. Mit viel Fein­ge­fühl und Au­then­ti­zität ver­hilft sie Ana dazu, ihre wun­der­volle All­tags­welt zu be­schreiben.

6. Auf­klä­rungs­buch für Kinder

Ein ge­bun­denes Kin­der­buch, in dem Künst­liche Be­fruch­tung, Kai­ser­schnitt und Fehl­ge­burt be­han­delt werden – das gibt es nicht? Gibt es doch! Es heißt „Ein Baby! Wie eine Fa­milie ent­steht: Sach­bil­der­buch für Kinder ab 5 Jahren“. Die Lon­doner Au­torin Ra­chel Greener und die Il­lus­tra­torin Clare Owen wollten mit ihrem Buch schon kleinen Kin­dern die Viel­falt des Le­bens zeigen. Viele Haut­farben, ge­naue Be­schrei­bungen der Ge­schlechts­or­gane und die viel­fäl­tigen Mög­lich­keiten, eine Fa­milie zu gründen: All das sind Themen des kürz­lich er­schie­nenen Kin­der­buchs. Emp­fohlen ab fünf Jahren, aber viel­leicht sollten Fa­mi­lien mit sen­si­blen Kin­dern ein biss­chen länger mit dem An­schauen warten. Es können auch Ka­pitel über­sprungen werden.

7. Queere Mär­chen mit ernstem po­li­ti­schem Hin­ter­grund

Auch in der Mär­chen­welt tut sich ei­niges, werden die Ge­schichten zu­se­hends di­vers er­zählt. Warum muss eine Prin­zessin auf ihren Prinzen warten? Kann Bambi nicht auch trans sein und fortan sein Ge­weih su­chen? Diese und an­dere Sto­ries ver­eint „Mär­chen­land für alle: In­klusiv und di­vers er­zählte Mär­chen für Kinder ab 6 Jahren“. Es han­delt sich um 17 tra­di­tio­nelle un­ga­ri­sche Mär­chen, neu er­zählt von jungen Autor*innen und mit viel­fäl­tigen Protagonist*innen. Die Ver­öf­fent­li­chung der Mär­chen­samm­lung schlug im Sommer 2021 hohe Wellen in Un­garn – einem Land, das unter der Füh­rung von Viktor Orbán seit län­gerem ri­gide gegen die LGBTIQ*-Szene vor­geht. So wurde ein Ex­em­plar des Bu­ches gar öf­fent­lich ge­schred­dert. Grund genug für den STERN, „Mär­chen­land für alle“ jetzt auch in Deutsch­land zu ver­öf­fent­li­chen. In­so­fern sind die Ge­schichten gleich im dop­pelten Sinn als ein Ma­ni­fest für Frei­heit und Viel­falt zu ver­stehen.

8. Ge­schlecht­liche und se­xu­elle Viel­falt für grö­ßere Kinder

„Bin ich bi, les­bisch oder schwul?“ Eine echte Hil­fe­stel­lung auf dem Weg in die ei­gene Gen­der­iden­tität bietet „Was ist ei­gent­lich dieses LGBTIQ*?: Dein Be­gleiter in die Welt von Gender und Di­ver­sität“ von Linda Be­cker und Ju­lian Wenzel. Es wendet sich in erster Linie an grö­ßere Kinder und Ju­gend­liche, um auf Au­gen­höhe zu un­ter­stützen. Egal, ob der Um­gang mit den Er­war­tungs­hal­tungen an­derer beim ei­genen Co­ming-Out oder Tipps, wie Mob­bing ge­stoppt werden kann – das Au­toren­team schaut genau und au­then­tisch hin und lässt auch Men­schen aus der LGBTIQ*-Szene zu Wort kommen. Die beiden sehen ihr Buch dann auch nicht nur als Be­rei­che­rung für junge Men­schen, son­dern für alle Fa­mi­li­en­mit­glieder, die mehr über Di­ver­sität er­fahren wollen.

9. Vor­bilder aus der LGBTIQ*-Szene

Es gibt mitt­ler­weile ei­nige Bü­cher, die auf coole Weise ge­rade Mäd­chen die weib­li­chen Ikonen aus allen Epo­chen nä­her­bringen. Hier kommt end­lich eins, das sich mit Vor­bil­dern aus der queeren Szene be­schäf­tigt – und damit eine echte Be­rei­che­rung nicht nur für Re­gen­bo­gen­fa­mi­lien dar­stellt. „Queer He­roes: 53 LGBTQ-Held*innen von Sappho bis Freddy Mer­cury und Ellen De­Ge­neres“ heißt das bunte Werk von Ara­belle Si­cardi. Es  er­zählt die Ge­schichten der je­wei­ligen Künstler*innen, die ihren ei­genen Bei­trag zur Gleich­be­rech­ti­gung bei­getragen haben. Her­vor­zu­heben ist, dass mit Sia oder Kristen Ste­wart auch ak­tu­elle Kul­tur­schaf­fende be­rück­sich­tigt werden. Die ame­ri­ka­ni­sche Au­torin will jungen Men­schen ab 14 Jahren Mut ma­chen, ihren ei­genen Weg zu gehen – egal, was an­dere sagen und denken. Ein ideales Vor­le­se­buch für grö­ßere Kids und des­halb eine klare Kauf­emp­feh­lung!

10. Rat­geber für ALLE El­tern

Egal, ob Re­gen­bo­gen­fa­milie, Single-Mom oder tra­di­tio­nelle Ge­mein­schaft – jedes Kind braucht Un­ter­stüt­zung, um zu einer starken, selbst­be­wussten Per­sön­lich­keit her­an­zu­wachsen. Hilfe ist immer not­wendig, aber ge­rade auch dann, wenn der Nach­wuchs sich mit un­an­ge­nehmen Fragen oder Stig­ma­ti­sie­rung kon­fron­tiert sieht. „Kinder stark ma­chen: was dem Selbst­wert gut“ ist ein Er­zie­hungs­rat­geber, der da wie ge­rufen kommt. Die Au­torin Vera Ro­sen­auer hat viel Er­fah­rung als aus­ge­bil­dete El­tern­bild­nerin und bietet den Leser*innen jede Menge Tipps, um das Selbst­wert­ge­fühl des Kindes zu för­dern. So kann sich das Kind lang­fristig einen in­neren Kom­pass schaffen, der es auch als Er­wach­sene selbst­be­wusst leitet.

Wie wir helfen

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wunsch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wunsch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

Du möch­test Dich weiter über Kin­der­wunsch­zen­tren, Er­folgs­raten und Preise in­for­mieren, melde Dich gerne über diesen Fra­ge­bogen bei uns. Wir be­raten Dich kos­tenlos und un­ver­bind­lich.

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