Chris­ti­na Klei­nert

Die Fehl­ge­burt

Die Fehl­ge­burt

Über das sen­si­ble The­ma Fehl­ge­bur­ten wird welt­weit und auch in unse­rer Gesell­schaft lei­der noch nicht genü­gend gespro­chen. Das oft­ma­li­ge Ver­heim­li­chen im Freun­des­kreis und der Öffent­lich­keit scheint, bezüg­lich des gesell­schaft­li­chen emo­tio­na­len Drucks auf unge­wollt Kin­der­lo­se, meis­tens der bes­se­re Weg zu sein, um mit die­sem Schick­sal umzu­ge­hen. Dabei sind Fehl­ge­bur­ten kei­ne Sel­ten­heit, betrof­fe­ne Frau­en sind mit ihrem Schick­sal nicht allei­ne. Welt­weit gese­hen führt eine von sie­ben Schwan­ger­schaf­ten zu einer Tot­ge­burt. Jähr­lich erlei­den Frau­en welt­weit 23 Mil­lio­nen Fehl­ge­bur­ten. Die Dun­kel­zif­fer ist hier­bei mög­li­cher­wei­se noch deut­lich höher.

Pro­mi­nen­te Frau­en wie Bey­on­cé, Mariah Carey, Michel­le Oba­ma und Meg­han Mark­le mach­ten ihre Fehl­ge­burt publik, um über das The­ma zu spre­chen und es zu ent­ta­bui­sie­ren.

Im fol­gen­den haben wir die wich­tigs­ten Punk­te über die Risi­ken und den Umgang mit einer Fehl­ge­burt für Dich zusam­men­ge­fasst.

Der Umgang mit einer Fehl­ge­burt

Rose im Blumengesteck

Meg­han Mark­le schil­der­te der New York Times ihre Erfah­run­gen mit der Fehl­ge­burt. Frei über­setzt sage sie: “Der Ver­lust eines Kin­des bedeu­tet einen fast uner­träg­li­chen Schmerz, den vie­le erle­ben, über den aber nur weni­ge spre­chen.”

So wie jeder Mensch unter­schied­lich ist, ver­ar­bei­tet auch jede Frau eine Fehl­ge­burt anders. Für vie­le ist der Ver­lust des Kin­des ein trau­ma­ti­sches Ereig­nis, das sie ent­we­der nicht wahr­ha­ben wol­len, oder sie tief emo­tio­nal run­ter­zieht. Oft wird der Gedan­ke dar­an ver­drängt. Die­se psy­cho­lo­gi­sche Belas­tung kann zu einer Depres­si­on füh­ren.

Eini­ge Frau­en berich­ten von Scham, Selbst­zwei­feln und dem Gefühl “nicht rich­tig zu funk­tio­nie­ren”. Sie suchen die Grün­de für die Fehl­ge­burt bei sich selbst und hin­ter­fra­gen alle ihre Hand­lun­gen der letz­ten Wochen, ob sie nicht etwas ande­res essen oder weni­ger Sport hät­ten machen sol­len. Anders­her­um wer­fen sich auch eini­ge Frau­en vor, die eine weni­ger star­ke emo­tio­na­le Belas­tung erfah­ren, nicht genug zu trau­ern.

Es gibt nicht den einen emp­feh­lens­wer­ten Weg, mit dem Gesche­hen umzu­ge­hen. Und auch nicht jede Frau muss durch bestimm­te in Lehr­bü­chern defi­nier­te Pha­sen der Trau­er gehen. Den­noch gibt es eini­ge Ver­hal­tens­wei­sen, die Dir, wenn Du möch­test, hel­fen kön­nen, den Ver­lust zu über­ste­hen. Zum Bei­spiel ist es rat­sam den eige­nen Schmer­zen und der Trau­er Raum zu las­sen und die­se aus­zu­le­ben und ins­be­son­de­re mit ver­trau­ten Per­so­nen dar­über zu spre­chen.

Es gibt meh­re­re Platt­for­men für Frau­en, die eine Fehl­ge­burt durch­lit­ten. Sich dort mit Frau­en mit ähn­li­chen Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen, kann hel­fen, sich mit der Trau­er aus­ein­an­der zu set­zen und den Ver­lust zu ver­ar­bei­ten. Viel­leicht hilft es Dir gera­de, mit frem­den Men­schen dar­über zu spre­chen. Hier sind nur zwei Bei­spie­le der zahl­rei­chen Platt­for­men und Blog­ar­ti­kel zum The­ma Fehl­ge­bur­ten:

Das Risi­ko einer Fehl­ge­burt

Lei­der wer­den Fehl­ge­bur­ten in unse­rer Gesell­schaft noch immer als Tabu­the­ma gehand­habt. Aus die­sem Grund ist vie­len Paa­ren und Sin­gle-Frau­en mit Kin­der­wunsch das hohe Risi­ko einer Fehl­ge­burt gar nicht bewusst. Es kommt tat­säch­lich bei nahe­zu 20 Pro­zent der kli­ni­schen Schwan­ger­schaf­ten zu einer Fehl­ge­burt. Die­se Sta­tis­tik lässt aller­dings die Abor­te in den ers­ten Schwan­ger­schafts­wo­chen außen vor. Denn eine Fehl­ge­burt in der Früh­schwan­ger­schaft bleibt häu­fig unbe­merkt. [1]

Wann ist das Risi­ko einer Fehl­ge­burt am höchs­ten?

Das Risi­ko einer Fehl­ge­burt nimmt im Schwan­ger­schafts­ver­lauf immer wei­ter ab. Die ers­ten vier Wochen gel­ten als die kri­ti­sche Pha­se der Schwan­ger­schaft. In die­ser Zeit­span­ne besteht die Wahr­schein­lich­keit von 30 Pro­zent, die befruch­te­te Eizel­le zu ver­lie­ren.

Ab der 13. Schwan­ger­schafts­wo­che hast Du die größ­te Hür­de geschafft und kannst durch­at­men: 80 Pro­zent der Abor­te sind bis zu die­sem Zeit­punkt bereits gesche­hen. Man spricht in die­sem Fall vom Früh­ab­ort. Vie­le wer­den­de Eltern ent­schei­den sich dafür, bis zum Ende die­ser Pha­se zu war­ten, bevor sie Fami­li­en und Freun­den die glück­li­che Nach­richt der Schwan­ger­schaft mit­tei­len.

Unter­su­chun­gen zufol­ge erlei­den 43% der Frau­en im ers­ten Tri­mes­ter einen Abort. [2] In den fol­gen­den Wochen sinkt die Wahr­schein­lich­keit eines Abgangs stark und ab der 17. Schwan­ger­schafts­wo­che erlei­den nur noch 2%-3% der Frau­en eine Fehl­ge­burt.

Mit dem fort­schrei­ten­den Alter nimmt die Wahr­schein­lich­keit einer Fehl­ge­burt zu. Wäh­rend das Risi­ko einer Fehl­ge­burt für Frau­en bis 25 Jah­ren bei 9%-17% liegt, haben Schwan­ge­re ab 35 Jah­ren ein Risi­ko von 23%-24%. [1]

Ursa­chen – Was löst eine Fehl­ge­burt aus?

Eine Fehl­ge­burt kann ver­schie­dens­te Aus­lö­ser haben. Es ist bei­spiels­wei­se mög­lich, dass der Abgang durch einen Sturz ver­ur­sacht wird oder durch eine stren­ge Diät, sowie häu­fi­gen Kaffee‑, Niko­tin- oder Alko­hol­kon­sum oder star­ken psy­chi­schen Stress [3]

Wei­te­re Ursa­chen, die durch eine Blut­pro­ben­un­ter­su­chung oder durch ein Ultra­schall­bild unter Umstän­den iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen, kön­nen sein:

  • Hor­mo­nel­le Aus­lö­ser
    In der Schwan­ger­schaft spielt der Hor­mon­haus­halt eine ent­schei­den­de Rol­le. Stö­run­gen, wie das PCO-Syn­drom, eine gehemm­te Gelb­kör­per­pha­se und Pro­ble­me mit der Schild­drü­se oder der Eizell­rei­fung, kön­nen dazu füh­ren, dass der Kör­per die Schwan­ger­schaft nicht zu Ende füh­ren kann. [3]
  • Gene­ti­sche Ursa­chen
    In vie­len Fäl­len sind Fehl­ver­tei­lun­gen von Chro­mo­so­men oder nicht funk­ti­ons­fä­hi­ge Gene ver­ant­wort­lich für den Abort. Stuft der Kör­per den Embryo als nicht stark genug ein, um sich zu ent­wi­ckeln, möch­te sich der Orga­nis­mus selbst schüt­zen und been­det die Schwan­ger­schaft in einem frü­hen Sta­di­um. [3]
  • Ana­to­mi­sche Fak­to­ren
    Bei man­chen Frau­en ist der Abgang auf ana­to­mi­sche Ursa­chen zurück­zu­füh­ren. Durch ange­bo­re­ne Beson­der­hei­ten oder Ope­ra­tio­nen kann die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Gebär­mut­ter ein­ge­schränkt sein. [3]
  • Immu­no­lo­gi­sche Grün­de
    Es ist mög­lich, dass das Immun­sys­tem der Frau das kör­per­ei­ge­ne Gewe­be als poten­zi­el­le Gefah­ren­quel­le sieht. Auch die Gewe­be­ei­gen­schaf­ten, die vom Vater auf die Eizel­le über­tra­gen wer­den, kön­nen vom Abwehr­sys­tem der Schwan­ge­ren abge­sto­ßen wer­den. [3]
  • Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen (Throm­bo­phi­lie)
    Der Begriff „Fak­tor-V-Lei­den-Muta­ti­on“ bezeich­net eine Gerin­nungs­stö­rung und ist eben­falls unter dem Namen Throm­bo­phi­lie bekannt. Eine sol­che Erkran­kung führt oft­mals zu Gefäß­ver­schlüs­sen, wodurch soge­nann­te Mikro­throm­ben in der Pla­zen­ta ent­ste­hen kön­nen. Infol­ge­des­sen kann sich der Embryo nicht ein­nis­ten oder dem Kör­per ist eine gute Ver­sor­gung des Embry­os nicht mög­lich. [3]
  • Infek­tio­nen
    Infek­tio­nen in der frü­hen Schwan­ger­schaft kön­nen eben­falls mit einer Fehl­ge­burt in Ver­bin­dung gebracht wer­den. Vor allem Bak­te­ri­en­gif­te und Fie­ber­schü­be kön­nen vor­zei­ti­ge Kon­trak­tio­nen aus­lö­sen. [3]
  • Idio­pa­thisch
    Das bedeu­tet, dass manch­mal lei­der kei­ne kör­per­li­chen Ursa­chen für die Fehl­ge­burt fest­ge­stellt wer­den kön­nen.

Wie bemerkt man eine Fehl­ge­burt?

Der Kör­per sen­det im Ernst­fall deut­li­che Signa­le aus. Fol­gen­de Sym­pto­me kön­nen eine Fehl­ge­burt anzei­gen:

•      Krämp­fe und Schmer­zen im Unter­leib

•      Vagi­na­le Blu­tun­gen

•      Das Aus­schei­den von Klum­pen und Flüs­sig­keit

Man­che Frau­en, die eine Fehl­ge­burt erlei­den, spre­chen auch von einer „Vor­ah­nung“, also dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Suche Dei­nen Arzt oder Dei­ne Ärz­tin auf, wenn Du Dir nicht sicher bist, ob alles in Ord­nung ist.

Nach einer Fehl­ge­burt wie­der schwan­ger wer­den

Die Wahr­schein­lich­keit, nach einer Fehl­ge­burt wie­der schwan­ger zu wer­den, ist sehr hoch, da Frau­en nach einem Abort eine erhöh­te Frucht­bar­keit auf­wei­sen. Selbst­ver­ständ­lich sind die Emp­fäng­nis und die Geburt eines gesun­den Kin­des wei­ter­hin abhän­gig von ver­schie­de­nen Fak­to­ren wie dem Alter, der Lebens­wei­se, der Ernäh­rung oder dem Gesund­heits­zu­stand.

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Über Fer­til­ly

Wir bei Fer­til­ly haben es uns zur Auf­ga­be gemacht, Paa­re (homo- und hete­ro­se­xu­ell) und Sin­gles auf dem Weg zur Erfül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu beglei­ten. Dabei ist es uns wich­tig Trans­pa­renz im Bereich der Ange­bo­te zum The­ma Kin­der­wunsch zu schaf­fen, Infor­ma­tio­nen und Wis­sen zu den The­men Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu hel­fen, die am bes­ten pas­sen­de Kin­der­wun­sch­kli­nik zu fin­den. Durch Koope­ra­tio­nen mit erst­klas­si­gen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land wer­den Anfra­gen über Fer­til­ly bevor­zugt behan­delt. Somit umge­hen unse­re Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten die sonst meist lan­gen War­te­zei­ten und kom­men schnel­ler an ihr Ziel.

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