Chris­ti­na Klei­nert

Ein­nis­tungs­blu­tun­gen als ers­tes Anzei­chen einer Schwan­ger­schaft

Was ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Trifft wäh­rend der frucht­ba­ren Tage eine Eizel­le auf eine Samen­zel­le, kann es zu einer Befruch­tung kom­men. Die befruch­te­te Eizel­le wan­dert durch die Eilei­ter in die Gebär­mut­ter und nis­tet sich dort in der Gebär­mut­ter­schleim­haut ein. Zu die­sem Zeit­punkt tritt unter Umstän­den eine Ein­nis­tungs­blu­tung auf.

Die Gebär­mut­ter ist von emp­find­li­chen Blut­ge­fä­ßen durch­zo­gen, die manch­mal bei der Ein­nis­tung der Eizel­le beschä­digt wer­den. Auf die­se Wei­se ent­steht eine Ein­nis­tungs­blu­tung, die auch als “Nida­ti­ons­blu­tung” oder “Implan­ta­ti­ons­blu­tung” bezeich­net wird. Die­se Blu­tung kann stär­ker oder schwä­cher aus­fal­len oder über­haupt nicht auf­tre­ten. Laut einer Stu­die tritt sie bei 15 bis 25% aller Frau­en auf.

Wann tritt die Implan­ta­ti­ons­blu­tung übli­cher­wei­se auf?

Ein­nis­tungs­blu­tun­gen tre­ten – wie der Name schon sagt – zum Zeit­punkt der Ein­nis­tung der Eizel­le in die Gebär­mut­ter auf. Dies geschieht übli­cher­wei­se fünf bis sie­ben Tage nach der Befruch­tung. Ca. zwölf Tage nach der Befruch­tung ist der Vor­gang der Nida­ti­on abge­schlos­sen – bis zu die­sem Zeit­punkt kön­nen die Blu­tun­gen auf­tre­ten. Um den Zeit­punkt der Ein­nis­tungs­blu­tung für den eige­nen Zyklus  rich­tig zu bestim­men, soll­test Du den Tag Dei­nes Eisprungs ken­nen und die­sen als Berech­nungs­grund­la­ge neh­men.

Wie stark ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung?

Die Stär­ke die­ser Blu­tung ist von Frau zu Frau unter­schied­lich. Sie kann so schwach aus­fal­len, dass sie nicht durch die Schei­de aus­tritt und daher auch gar nicht bemerkt wird. Sehr häu­fig bemer­ken Frau­en nur sehr weni­ge Bluts­trop­fen oder Schlie­ren. Die Blut­men­ge ist ver­gleich­bar mit einer Schmier­blu­tung.

Frau schreibt in Notizbuch

Ein­nis­tungs­blu­tung oder Peri­ode: Wie erken­ne ich den Unter­schied?

Kommt es zu Blu­tun­gen aus der Schei­de, dann liegt die Ver­mu­tung nahe, dass es sich um die begin­nen­de Peri­ode han­delt. Es kann sich jedoch auch um eine Ein­nis­tungs­blu­tung han­deln. Da der Vor­gang der Ein­nis­tung bis zwölf Tage nach der Befruch­tung anhal­ten und wäh­rend die­ser Zeit auch Blu­tun­gen ver­ur­sa­chen kann, fällt der Zeit­punkt der Nida­ti­ons­blu­tung auf den Zeit­punkt der Peri­ode. Es gibt jedoch eini­ge Merk­ma­le, anhand derer du die Implan­ta­ti­ons­blu­tung von einer Peri­ode unter­schei­den kannst.

Anzei­chen für eine Ein­nis­tungs­blu­tung

Zeit­punkt der Blu­tung

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung beginnt meist frü­her im Zyklus als die Peri­ode. Wäh­rend die Peri­ode ca. 14 Tage nach dem Eisprung ein­setzt, fin­det die Nida­ti­on bereits ab dem fünf­ten Tag nach der Befruch­tung statt.

Stär­ke der Blu­tung

Wäh­rend die Regel­blu­tung meis­tens rela­tiv stark ist und im Ver­lauf zunimmt, ent­ste­hen bei einer Nida­ti­ons­blu­tung meis­tens nur ein paar Tröpf­chen.

Schmer­zen

Auch wenn die Ein­nis­tungs­blu­tung in sel­te­nen Fäl­len von Schmer­zen beglei­tet wird, löst sie nicht die übli­chen Peri­oden­schmer­zen aus.

Dau­er

Sie ist meis­tens nach ein bis zwei Tagen been­det, wäh­rend die Peri­ode bis zu sie­ben Tage oder län­ger andau­ert.

Far­be

Eine Ein­nis­tungs­blu­tung erkennst du meist anhand einer hell­ro­ten bis leicht bräun­li­chen Fär­bung. Sie ist nicht so tief­rot wie eine durch­schnitt­li­che Regel­blu­tung.

Wenn es sich um eine Ein­nis­tungs­blu­tung gehan­delt hat, dann erkennst Du es zuver­läs­sig dar­an, dass der Schwan­ger­schafts­test am Ende des Zyklus posi­tiv ist. Oft­mals kom­men in den Tagen nach der Ein­nis­tungs­blu­tung ers­te Sym­pto­me einer frü­hen Schwan­ger­schaft wie Müdig­keit, ein Span­nen der Brüs­te, Heiß­hun­ger, Übel­keit oder häu­fi­ges Was­ser­las­sen dazu.

Eini­ge Frau­en berich­ten davon, dass sie ihre Peri­ode trotz einer ein­ge­tre­te­nen Schwan­ger­schaft bekom­men haben. Dies ist medi­zi­nisch jedoch nicht mög­lich. Meis­tens ver­wech­seln Frau­en in der Früh­schwan­ger­schaft die Ein­nis­tungs­blu­tung mit ihrer Peri­ode.

Spü­ren Frau­en die Ein­nis­tung?

Schmer­zen im Unter­leib kön­nen vie­le Ursa­chen haben. Sie kön­nen auf einen nahen­den Eisprung hin­deu­ten, auf die anste­hen­de Regel­blu­tung aber auch auf die Ein­nis­tung einer befruch­te­ten Eizel­le. Eini­ge Frau­en berich­ten dar­über, dass sie einen Ein­nis­tungs­schmerz gespürt haben.

Wenn wäh­rend der Ein­nis­tungs­pha­se klei­ne Blut­ge­fä­ße ver­letzt wer­den, kann sich dies durch ein leich­tes Zie­hen oder einen punk­tu­el­len Schmerz bemerk­bar machen. Der soge­nann­te Nida­ti­ons­schmerz konn­te aber wis­sen­schaft­lich noch nicht nach­ge­wie­sen wer­den.

Frau­en, die schon sehr lan­ge auf ein Baby war­ten, beob­ach­ten ihren Kör­per in der Pha­se des Kin­der­wun­sches sehr genau. Da kann es pas­sie­ren, dass jede Ver­än­de­rung als mög­li­ches Schwan­ger­schafts­an­zei­chen inter­pre­tiert wird. Klei­ne­re Blu­tun­gen kön­nen ganz unter­schied­li­che Ursa­chen haben – nur eine davon ist eine Ein­nis­tungs­blu­tung.

Wann kann ich nach einer Ein­nis­tungs­blu­tung einen Schwan­ger­schafts­test machen?

Wer sich ein Baby wünscht, möch­te so früh wie mög­lich Gewiss­heit dar­über haben, ob es mit einer Schwan­ger­schaft funk­tio­niert hat. Wenn du nicht dar­auf war­ten möch­test, ob Du Dei­ne Mens­trua­ti­on bekommst. kannst Du auch schon etwas eher einen Schwan­ger­schafts­test machen.

Eine Implan­ta­ti­ons­blu­tung zeigt an, dass sich das befruch­te­te Ei in der Gebär­mut­ter­schleim­haut ein­ge­nis­tet hat. Zu die­sem Zeit­punkt beginnt der Kör­per damit, das Schwan­ger­schafts­hor­mon HCG (Human Cho­ri­on Gona­do­tro­pin) zu bil­den. Eini­ge Früh­tests erken­nen das HCG bereits sechs bis acht Tage nach der Befruch­tung der Eizel­le, also zwei bis vier Tage nach der Ein­nis­tung. Da die Ein­nis­tungs­blu­tung aber nicht unbe­dingt am ers­ten Tag der Ein­nis­tung statt­fin­den muss, gibt es kei­ne zuver­läs­si­ge Vor­aus­sa­ge, ab wann ein Test sinn­voll ist. Über 90% Sicher­heit bringt er ab dem 14. Tag nach dem Eisprung. Auch eine ärzt­li­che Unter­su­chung ver­schafft Klar­heit.

Über Fer­til­ly

Wir bei Fer­til­ly haben es uns zur Auf­ga­be gemacht, Paa­re (homo- und hete­ro­se­xu­ell) und Sin­gles auf dem Weg zur Erfül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu beglei­ten. Dabei ist es uns wich­tig Trans­pa­renz im Bereich der Ange­bo­te zum The­ma Kin­der­wunsch zu schaf­fen, Infor­ma­tio­nen und Wis­sen zu den The­men Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu hel­fen, die am bes­ten pas­sen­de Kin­der­wun­sch­kli­nik zu fin­den. Durch Koope­ra­tio­nen mit erst­klas­si­gen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land wer­den Anfra­gen über Fer­til­ly bevor­zugt behan­delt. Somit umge­hen unse­re Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten die sonst meist lan­gen War­te­zei­ten und kom­men schnel­ler an ihr Ziel.

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