Saskia Balke-Homberg

Medikamente während der Schwangerschaft und Stillzeit

Was ist Embryotox?

Embryotox ist ein Institut mit kostenlosem Informationsportal, das über die Verträglichkeit verschiedener Medikamente während Schwangerschaft und Stillzeit informiert. Man findet Angaben zu mehr als 400 Medikamenten und erfährt, wie sich diese auf Schwangerschaft und Stillzeit ausüben können und welche empfehlenswerten Alternativen es gibt. Auch wird über häufige Erkrankungen und entsprechende Behandlungen informiert.

Embryotox: Hintergrund

Bereits seit über 30 Jahren arbeitet das Institut für Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz) und Beratungszentrum der Charité-Universitätsmedizin Berlin daran, unabhängige Informationen zur Verträglichkeit verschiedenster Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit anzubieten. 1988 wurde das Projekt ins Leben gerufen und seit 2008 gibt es außerdem die Internetseite www.embryotox.de.

Die Internetseite von Embryotox bietet unabhängige, kostenlose Informationen und Beratung zur Verträglichkeit von mehr als 400 Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit an.

Finanzierung des Instituts

Embryotox bietet die Informations- und Beratungsmöglichkeit sowohl auf ihrer Webseite als auch über die App kostenlos an. Dabei ist Arbeit des Instituts ist unabhängig von der Pharma-Industrie und wird durch öffentliche Gelder gefördert (z.B. Unterstützung durch Bundesministerium für Gesundheit).

Embryotox: Angebot & Schwerpunkte

Informationsgrundlage: Wissenschaftliche Befunde & Erfahrungen
Embryotox bietet unter anderem aktuellste wissenschaftliche Befunde zu einer Vielzahl von Medikamenten und Wirkstoffen, in Bezug auf die Verträglichkeit während einer Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit, an.

Neben den Informationen zu bestimmten Medikamenten und Wirkstoffen werden auch Berichte von Frauen gesammelt und berücksichtigt, die bereits Erfahrungen mit der Einnahme eines bestimmten Medikaments während jener Zeit gesammelt haben. Bei den jeweiligen Ergebnissen zu einem Medikament wird zusätzlich der Erfahrungsumfang bewertet und zwischen jeweiligen Schwangerschaftsstadien differenziert (1.– 3. Trimenon)

Es gibt dabei nicht unbedingt Übereinstimmungen mit Fachinformationen, Beipackzetteln oder der Roten Liste. Grund dafür ist, dass die Informationen auf Beipackzetteln etc. meist kurz gehalten sind und damit den Eindruck vermitteln können, dass die meisten Medikamente während der Schwangerschaft verboten sind.

Deshalb sind Ziele von Embryotox u.a. die Verbesserung und Ausweitung der Informationsgrundlage sowie bessere Interpretationsmöglichkeiten für Betroffene sowie Ärzte oder Apotheker.

Hinweise zur Einnahme von Medikamenten
Bei den Empfehlungen wird sowohl über die Planung der Einnahme eines Medikaments als auch über mögliche Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft informiert. Außerdem werden, wenn vorhanden, besser geeignete Alternativen zu gesuchtem Medikament oder Wirkstoff gegen den jeweiligen Befund genannt.

Ratschläge für häufig auftretende Krankheiten
Des Weiteren wird auch Hilfe zur Behandlungsweise von häufigen Krankheiten während Schwangerschaft und Stillzeit angeboten. Typisch auftretende Erkrankungen können dafür auf der Seite recherchiert werden (s.u.). Auf Besonderheiten einer Therapie während der Schwangerschaft wird dann im jeweiligen Suchergebnis hingewiesen.

Individuelle Beratung für Schwangere
Mithilfe eines Online-Fragebogens ermöglicht Embryotox eine kostenlose Beratung zur Einnahme bestimmter Medikamente während der Familienplanung, bei aktueller Schwangerschaft oder nach der Schwangerschaft. Damit können entweder individuelle Anfragen gestellt werden oder Berichte zur Anwendung eines bestimmten Medikaments in der Schwangerschaft gegeben werden.

Außerdem ist eine telefonische Beratung möglich. Die entsprechende Telefonnummer sowie Sprechzeiten kannst Du auf der Internetseite von Embryotox finden.

Für stillende Mütter ist aus Kapazitätsgründen weder eine Beratung per Telefon noch per E-Mail möglich. Beachte hierbei bitte die Informationen der Webseite.

Für wen sind die Informationen gedacht?
Die gesamte Zielgruppe von Embryotox umfasst weit mehr als nur schwangere und stillende Frauen, die sich über Wirkstoffe in Medikamenten informieren. Insbesondere ist das Informationsportal auch für Ärzte und Apotheker interessant, die ihr fachliches Wissen zu bestimmten Arzneimitteln und Wirkstoffen in Bezug auf Schwangerschaft und Stillzeit erweitern wollen. Für Fachpersonal können diese Informationen nämlich hilfreich sein, wenn es darum geht, die geeignete Behandlung für häufig vorkommende Krankheiten während Schwangerschaft und Stillzeit zu finden.

Wie funktioniert die Suche bei Embryotox?

Wenn Du nach bestimmten Arzneimitteln und deren Wirkstoffen suchen möchtest, um herauszufinden, ob Du diese in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit einnehmen darfst, kannst Du dies sowohl auf der Internetseite als auch in der kostenlosen App tun (Charité Universitätsmedizin Berlin).

Das Embryotox-Register ist bereits sehr groß und enthält aktuelle, wissenschaftliche Befunde zu mehr als 400 Arzneimitteln. Bei der Suche kannst Du das Arzneimittel entweder gezielt im Reiter „Suchbegriff“ (Sektion „Arzneimittel“) eingeben oder die alphabetische Auflistung am Seitenende nutzen. Auf diese Weise kannst Du auch nach bestimmten Erkrankungen suchen, sofern sie im Register vermerkt sind.

Die Ergebnisse zu den einzelnen Suchanfragen der Medikamente sind dann so angeordnet, dass Du immer Antworten zu diesen folgenden Fragen erhältst:

 

„Darf das betreffende Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden?“

‍„Was ist zu beachten, wenn die Therapie erfolglos ist?“

Embryotox: Nutzungshinweise

Bitte beachte die Hinweise des Instituts auf der Webseite. Die Internetplattform sollte in keinem Fall eine ärztliche Beratung ersetzen, sondern lediglich Informationen zur ersten Orientierung bieten. Vor jeder Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte Rücksprache mit einem Facharzt gehalten werden. Dieser kann sich Deinen Fall ansehen und nach entsprechenden Untersuchungen individuelle Entscheidungen treffen.

Wichtig zu wissen ist, dass es ein sogenanntes „Basisrisiko“ bei Schwangerschaften gibt.
Demnach weisen „etwa 3-5 von 100 Kindern“ Störungen oder Fehlbildungen auf, deren Ursprung nicht zwangsweise in einer Medikamenteneinnahme der Mutter liegt. Laut Webseite enden außerdem 15% aller Schwangerschaften in einer Fehlgeburt.
Diese beiden genannten Punkte bilden das sogenannte „Basisrisiko“ einer Schwangerschaft, auf das Embryotox hinweist.

Über Fertilly

Wir bei Fertilly haben es uns zur Aufgabe gemacht, Paare (homo- und heterosexuell) und Singles auf dem Weg zur Erfüllung ihres Kinderwunsches zu begleiten. Dabei ist es uns wichtig Transparenz im Bereich der Angebote zum Thema Kinderwunsch zu schaffen, Informationen und Wissen zu den Themen Schwangerschaft und Fruchtbarkeit zu vermitteln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten passende Kinderwunschklinik zu finden. Durch Kooperationen mit erstklassigen Kinderwunschzentren in Deutschland und im Ausland werden Anfragen über Fertilly bevorzugt behandelt. Somit umgehen unsere Patientinnen und Patienten die sonst meist langen Wartezeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

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