An­drea Helten

Hor­mo­nelle Akne

Wohl jeder kennt sie: Haut­un­rein­heiten. Hier und da er­blühen ein oder meh­rere Pi­ckel im Ge­sicht, meist in der eher fet­ti­geren T‑Zone, näm­lich zwi­schen Stirn, Nase und Kinn. Haut­un­rein­heiten treten ver­mehrt auf, wenn wir eine Weile nicht gut auf uns ge­achtet und Er­näh­rung, Sport oder unser na­tür­li­ches Schlaf­be­dürfnis haben schleifen lassen. Hor­mo­nelle Akne je­doch ist viel mehr als nur ein kleines, vor­über­ge­hendes Haut­pro­blem. Hier er­klären wir, was es genau mit Hor­mo­neller Akne auf sich hat, wie Du sie er­kennst und was für Mög­lich­keiten Du hast, sie lang­fristig los­zu­werden.

Chro­nisch ent­zün­dete Stellen und Pi­ckel bilden die Sym­ptome für Hor­mo­nelle Akne. Diese ent­stehen, wenn die Haut über­mäßig Talg pro­du­ziert, bei gleich­zei­tiger Ver­hor­nung der äu­ßeren Haut­schicht. Die Poren ver­stopfen. Durch die er­höhte Menge an Talg wie­derum ist der Nähr­boden für Bak­te­rien wie pro­pio­ni­bac­te­rium acnes ge­legt – besser be­kannt als Akne. Je mehr Bak­te­rien, desto mehr Rö­tungen, Mit­esser, Pus­teln und Pi­ckel. Diese treten vor allem da auf, wo un­sere Haut über viele Talg­drüsen ver­fügt: im Ge­sicht, aber auch an Hals, Rü­cken und am De­kol­leté.

Hor­mo­nelle Akne ent­steht durch das Zu­sam­men­spiel un­serer Hor­mone, das sich im Laufe des weib­li­chen Zy­klus, aber auch wäh­rend der Pu­bertät, nach dem Ab­setzen der Pille, in der Schwan­ger­schaft und in den Wech­sel­jahren ver­än­dert. Hor­mo­nelle Akne ist eine an­er­kannte Haut­krank­heit und wird daher vom Haut­arzt dia­gnos­ti­ziert.

Hor­mo­nelle Akne er­kennen

Unser Hor­mon­haus­halt ver­än­dert sich ständig und hat auch großen Ein­fluss auf un­sere Haut. Wäh­rend in der Pu­bertät ge­rade auch viele Jungs von Akne be­troffen sind (die Talg­drüsen sind be­son­ders emp­find­lich ge­gen­über an­dro­genen Hor­monen wie das Se­xu­al­hormon Tes­to­steron), be­trifft das Un­gleich­ge­wicht der Hor­mone bei Er­wach­senen be­son­ders häufig Frauen.

 

Frau Akne

Schauen wir uns den weib­li­chen Zy­klus an, sehen wir vier Phasen: Mens­trua­tion, Fol­li­kel­phase, Ei­sprung und Lu­teale Phase. Die letzte Phase, die Lu­teale Phase, ist die Hoch­phase der Hor­mo­nellen Akne: Hier blüht sie so richtig auf, setzen sich Haut­ent­zün­dungen vor allem im un­teren Teil des Ge­sichts, näm­lich an Kinn und Wangen, fest.

Warum ist das so? Wäh­rend in der Fol­li­kel­phase der Ös­tro­gen­spiegel steigt, do­mi­niert ab der Mitte des Zy­klus das Ges­tagen Pro­ges­teron. In der Lu­tealen Phase pro­du­zieren die Ei­er­stöcke rund 300 Mal so viel Pro­ges­teron wie Ös­trogen. Da der Tes­to­steron-Spiegel wäh­rend des weib­li­chen Zy­klus etwa gleich blei­bend ist, steigt er mit sin­kendem Ös­trogen je­doch pro­por­tional an. Wir er­in­nern uns: Tes­to­steron hat di­rekte Aus­wir­kungen auf un­sere Talg­drüsen! Der An­stieg des Pro­ges­teron-Spie­gels wie­derum sorgt für ver­engte Poren. Zu ver­stopften Poren und ge­stei­gerter Talg­pro­duk­tion ge­sellt sich die in dieser Zeit leicht er­höhte Kör­per­tem­pe­ratur. Diese er­mög­licht Bak­te­rien ein leichtes Spiel. Die Haut gerät ins Un­gleich­ge­wicht.

Wenn Du also in dieser Zeit ver­stärkt Haut­un­rein­heiten an Dir fest­stellst, ist das ein Zei­chen für Hor­mo­nelle Akne.

Aber auch an­dere Phasen im Leben einer Frau sind prä­de­sti­niert für Hor­mo­nelle Akne – näm­lich dann, wenn der weib­liche Zy­klus sich dras­tisch ver­än­dert. Zum Bei­spiel in der Schwan­ger­schaft. Be­son­ders in den ersten drei Mo­naten einer Schwan­ger­schaft kann Akne auf­treten. Kein Wunder, denn hier läuft die Hor­mon­pro­duk­tion auf Hoch­touren – so­wohl der männ­li­chen wie Tes­to­steron als auch der weib­li­chen wie Ös­trogen und Pro­ges­teron. Meist klingen Haut­pro­bleme je­doch nach dem ersten Tri­mester, spä­tes­tens aber nach der Schwan­ger­schaft und Still­zeit, wieder ab.

In der Pe­ri­me­no­pause, die un­ge­fähr ab 47 Jahren be­ginnt, sinkt unter an­derem der Ös­trogen-Spiegel ra­pide ab. Dies führt zu einem Ver­lust an Kol­lagen mit einer Zu­nahme an Fält­chen, aber auch zu ver­än­derter Talg­pro­duk­tion. Hor­mo­nelle Akne kann sich in den Wech­sel­jahren in Schüben äu­ßern.

Hor­mo­nelle Akne nach dem Ab­setzen der Pille

Viel­leicht wuss­test Du, dass die Pille die männ­li­chen Se­xu­al­hor­mone, wie Tes­to­steron, hemmt. Da­durch wird auch die Talg­pro­duk­tion ge­dros­selt. Haut­un­rein­heiten gehen wäh­rend der Ein­nahme dras­tisch zu­rück. Wie sehr sich die Akne unter der Ein­nahme der Pille ver­bes­sert, ist Stu­dien zu­folge je nach Wirk­stoff­zu­sam­men­set­zung ein wenig un­ter­schied­lich. Nach dem Ab­setzen der Pille werden die männ­li­chen Hor­mone wieder ver­mehrt ge­bildet und die Talg­pro­duk­tion nimmt zu. Die Folge: Ein Wie­der­auf­flammen von Haut­ent­zün­dungen. Die gute Nach­richt ist: Diese sind nur vor­über­ge­hend und sollten nach spä­tes­tens einem Jahr ver­schwunden sein. Dann hat der Körper wieder zu einem hor­mo­nellen Gleich­ge­wicht zu­rück­ge­funden.

Be­hand­lung

Hor­mo­nelle Akne be­han­deln

Es gibt viele, frei ver­käuf­liche Pro­dukte, die gegen Hor­mo­nelle Akne ein­ge­setzt werden. Neben Cremes mit Vit­amin C, Sa­li­cyl­säure und Zink kannst Du Deine Haut – je nach Schwe­re­grad der Akne – auch von innen be­han­deln. Vor allem Mönchs­pfeffer hat sich hier als na­tür­li­ches Mittel be­währt. Die Pflanze hat eine aus­glei­chende Wir­kung auf die Hor­mone und wirkt ge­rade auch bei Haut­pro­blemen, wenn diese hor­mo­nell be­dingt sind. An­ge­nehmer Ne­ben­ef­fekt: Mönchs­pfeffer re­gu­liert eben­falls den Zy­klus, so dass die Pe­riode re­gel­mä­ßiger wird und PMS-Sym­ptome ge­lin­dert werden. Das Beste an Mönchs­pfeffer in Bezug auf Hor­mo­nelle Akne ist aber, dass die Heil­pflanze im Ge­gen­satz zu Me­di­ka­menten die Ur­sache der Akne be­kämpft und nicht nur die Sym­ptome. Um eine Wir­kung zu er­zielen, muss „Agnus Castus“, so der la­tei­ni­sche Name, je­doch über Mo­nate ge­nommen werden, da erst dann eine Wir­kung ein­tritt.

Bei schweren Formen von Hor­mo­neller Akne sind Cremes mit Ben­zoyl­per­oxid an­ge­raten, oder aber Ta­bletten mit An­drogen-Blo­ckern (sie ver­lang­samen die Pro­duk­tion männ­li­cher Hor­mone) oder sol­chen, die die Talg­pro­duk­tion hemmen. Diese sind je­doch nicht ohne Ne­ben­wir­kungen, daher muss deren Ein­nahme mit einem Haut­arzt ab­ge­spro­chen werden.

Was Du selbst bei Hor­mo­neller Akne tun kannst

Viel! Denn na­tür­lich sind bei Akne nicht nur die Hor­mone ein wich­tiger Faktor. Auch Deine Er­näh­rung und Deine Le­bens­weise gehen quasi „unter die Haut“. Ver­zich­test Du auf Zu­cker, aber auch auf Al­kohol, Ni­kotin und Fast Food, ist schon ein erster Schritt zur Hei­lung ent­zün­deter Areale ge­macht. Auch Fleisch (Aus­nahme: Huhn), Milch­pro­dukte und Weiß­mehl sollten nur aus­nahms­weise auf Deinem Er­näh­rungs­plan stehen. Ge­müse (vor­rangig grünes), rote Beeren, Fisch und Voll­korn­pro­dukte soll­test Du da­gegen reich­lich zu Dir nehmen. Auch Pro­bio­tika sind sinn­voll: Sie sorgen für eine gute Darm­ge­sund­heit und hemmen laut Stu­dien Pro­pio­ni­bak­te­rien.

Sinn­voll ist eben­falls, auf eine stress­re­du­zierte Le­bens­weise zu achten. Hier kann viel Be­we­gung an der fri­schen Luft, aber auch Yoga oder Me­di­ta­tion dafür sorgen, dass Du mental ent­spannst. Deine Haut wird es Dir auf lange Sicht danken!

Wie wir helfen

Über Fer­tilly

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