An­drea Helten

Ka­tha­rina Horn im In­ter­view mit Fer­tilly

Die Ber­li­nerin Ka­tha­rina Horn ist Kli­ni­sche So­zi­al­ar­bei­terin und berät seit mehr als zehn Jahren Men­schen in psy­cho­so­zialen Not­lagen. Auch durch ihre per­sön­liche Ge­schichte hat sich Ka­tha­rina in das Thema „So­lo­mut­ter­schaft“ ein­ge­ar­beitet. Sie ist zer­ti­fi­zierte Kin­der­wunsch-Be­ra­terin und berät haupt­säch­lich Frauen auf dem Weg zu ihrer Fa­mi­li­en­grün­dung mit­tels Sa­men­spende. Im In­ter­view mit un­serer Mar­ke­ting-Chefin Ca­milla Rando spricht Ka­tha­rina über ihre span­nende und wich­tige Ar­beit. Dabei wird klar, wie weit­rei­chend das Thema So­lo­mut­ter­schaft auch ge­sell­schafts­po­li­tisch ist – und wie­viel Auf­klä­rung noch not­wendig ist, um ge­rade diese Men­schen auf ihrem Weg zu ent­lasten.

Katharina Horn

Ka­tha­rina, Du bie­test eine psy­cho­so­ziale Kin­der­wunsch­be­ra­tung an. Was dürfen wir dar­unter ver­stehen?

Erstmal vielen Dank, dass ich ein­ge­laden wurde, über meine Ar­beit zu spre­chen.

Und ich kann gleich mit einer Fehl­in­for­ma­tion auf­räumen: Viele meiner Klient*innen denken, ich würde ein psy­cho­lo­gi­sches Gut­achten er­stellen. Das ist nicht der Fall. Mein Thema ist die Fa­mi­li­en­grün­dung mit Sa­men­spende. Schwer­punkt sind die Al­lein­ste­henden mit Kin­der­wunsch, also So­lo­mütter. In den meisten Fällen kommen die Klient*innen zu mir, weil die Klinik zu ihnen sagt, sie bräuchten eine psy­cho­so­ziale Be­ra­tung. Da geht es meist um einen Be­ra­tungs­gut­schein, der er­bracht werden muss, bevor die Be­hand­lung be­ginnen kann.

Wie un­ter­stützt Du So­lo­mütter ganz kon­kret?

Ich helfe bei allen Schritten, die dieser Weg mit sich bringt: Bei der Aus­wahl der Klinik und der Sa­men­bank, bei der Be­hand­lungs­me­thode. Wir schauen uns ge­meinsam an, was die Klinik vor­aus­setzt — bei Paaren, bei al­lein­ste­henden Per­sonen. Welche An­for­de­rungen müssen er­füllt werden, was muss ich mit­bringen? Fragen sind auch: Wie ent­scheide ich mich für eine Sa­men­bank und einen guten Sa­men­spender? Welche Be­hand­lung könnte für mich passen? Wo brauche ich noch mehr In­for­ma­tionen? Da schauen wir ge­meinsam hin, immer mit dem Fokus auf die ei­genen Grenzen und in­di­vi­du­ellen Wün­sche. Neben der psy­cho­so­zialen Be­ra­tung kann manchmal eine recht­liche Be­ra­tung not­wendig sein. Diese biete ich nicht an, aber ich kann die Schritte er­klären – wenn etwa eine Ga­ran­tie­person ge­nannt werden oder ein Notar auf­ge­sucht werden muss.

Das größte und wich­tigste Thema in meiner Be­ra­tung ist auch die Auf­klä­rung des Kindes. Manchmal kommen Men­schen zu mir, die sagen: „Mein Kind ist jetzt vier Jahre alt und ich habe noch nicht mit ihm über seinen Vater ge­spro­chen.” Ich kann hier Tipps geben, auch kon­kret Bü­cher nennen. Das ist oft hilf­reich.

Es kommen auch Klient*innen zu mir, die sich be­züg­lich der Va­ter­schaft noch un­si­cher sind. Diese haben an­dere Fragen, wie: “Soll ich eine pri­vate Sa­men­spende in Er­wä­gung ziehen, oder doch lieber eine an­onyme über eine Klinik?” Viel­leicht hat diese Person einen guten Freund, der Lust hätte, Co-Vater zu werden. Worauf muss ich da achten? Wir schauen uns die ver­schie­denen Wege an. Jeder hat seine Vor- und Nach­teile. Ich weise aber auch auf die Ge­fahren der pri­vaten Sa­men­spende hin. Und ich be­halte immer im Blick, was für diese Person in­di­vi­duell passen könnte.

Das hört sich sehr um­fang­reich an. Wie lange dauert Deine Be­treuung in der Regel?

Wenn es nur darum geht, den Be­ra­tungs­gut­schein zu be­kommen, dauert das Ge­spräch 1,5 Stunden. In diesem Ge­spräch statte ich die Klient*innen mit allen Infos aus, die sie wissen müssen. Da­nach können sie ent­scheiden, ob sie die Be­treuung ver­tiefen möchten und eine dau­er­hafte Be­glei­tung wün­schen.

Es kommt also vor, dass ich ein Paar dau­er­haft be­gleite. An­dere be­gleite ich nur vor ver­schie­denen Schritten bzw. in Zy­klen von zwei bis drei Mo­naten. Wieder an­dere sind im Ent­schei­dungs­pro­zess, sie brau­chen eine eng­ma­schi­gere Be­glei­tung. Diese kommen dann alle zwei Wo­chen zu mir in die Be­ra­tung.

In­wie­fern hat Deine ei­gene Er­fah­rungen als So­lo­mutter Deine be­ruf­liche Zu­kunft be­ein­flusst?

Meine Mutter ist sehr früh in die Wech­sel­jahre ge­kommen. Da war ich Mitte Dreißig und dachte pa­nisch: Ich muss so­fort mit dem Kin­der­wunsch an­fangen!

Ich habe ver­schie­dene Mög­lich­keiten ab­ge­wägt. Und stand vor einem Di­lemma. Denn ich tue mich immer schon schwer, die rich­tigen Mit­be­wohner aus­zu­wählen. Wie soll ich mich da je­mals final für den rich­tigen Co-Vater ent­scheiden? Eine Ent­schei­dung fühlte sich un­pas­send an. Und nach Dä­ne­mark zu fahren, um mir dort le­gale Un­ter­stüt­zung für meinen Kin­der­wunsch zu holen, war mir auch zu an­stren­gend.

Ir­gend­wann er­zählte mir dann eine Freundin, dass an einer Klinik ganz in der Nähe auch al­lein­ste­hende Per­sonen be­han­delt würden. Ich bin hin und ab da ging alles ganz schnell. Was ich da­mals – das war vor dem In­kraft­treten des Sa­men­spen­der­re­gis­ter­ge­setzes – noch nicht wusste: Es gab zu der Zeit be­reits meh­rere Kli­niken für So­lo­mütter. Ich hätte also aus­wählen können. Dabei war ich schon so dankbar, diese Chance der Be­hand­lung in meiner Klinik über­haupt zu be­kommen!

Ich hatte dort zwei In­se­mi­na­tionen und wurde gleich nach dem zweiten Ver­such schwanger. Ich habe in der Zeit mit meinen Freunden ge­spro­chen, von denen viele als Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und im Rechts­be­reich tätig sind. Das hat mir sehr ge­holfen. Trotzdem gab es na­tür­lich Dinge, die ich noch gern über den Pro­zess der So­lo­mut­ter­schaft hätte wissen wollen.

Dann habe ich mich auf die Suche ge­macht. Ich bin von Be­ra­tungs­stelle zu Be­ra­tungs­stelle ge­gangen und musste er­kennen, dass man dort gar nicht über So­lo­mütter Be­scheid wusste. Das hat mich ir­ri­tiert und ich fragte mich, ob ich etwas falsch mache. Ich habe auch meine Ärztin ge­fragt: „Gibt es noch an­dere Frauen wie mich?“ Ihre Ant­wort ver­blüffte mich: „Ja, viel mehr, als Sie denken.“

Ich bin bis zum 5. Monat meiner Schwan­ger­schaft her­um­ge­laufen, ohne eine ein­zige an­dere So­lo­mama zu kennen. Im Ge­burts­vor­be­rei­tungs­kurs im VAMV (Ver­band al­lein­er­zie­hender Mütter und Väter Berlin) lernte ich dann gleich meh­rere Frauen kennen, die ein Kind über eine Sa­men­spende er­war­teten. Ich habe mich so­fort ver­netzt. Es hat so gut getan und mein Selbst­be­wusst­sein ge­stärkt, nicht mehr al­lein zu sein! Bei einem wei­teren Ver­net­zungs­treffen traf ich dann schon 15 So­lo­mütter mit ihren Kin­dern. Und als je­mand ge­sucht wurde, der die Email-Ver­tei­ler­liste or­ga­ni­siert, habe ich mich so­fort ge­meldet. Da war die Idee ge­boren, Be­ra­tungen in diese Rich­tung an­zu­bieten. Ich habe an­ge­fangen, mich wei­ter­zu­bilden, mein Netz­werk auf­zu­bauen und Ko­ope­ra­tionen von Ver­net­zungs­treffen mit dem VAMV ein­zu­gehen. Ak­tuell gibt es die erste, re­gel­mä­ßige So­lo­mütter-Gruppe mit Kin­dern zum Aus­tausch in Berlin.

Frauentreffen

Warum ist Ver­net­zung für So­lo­mütter so wichtig?

Sich zu ver­netzen, ist ein sehr wich­tiges Ele­ment auf dem So­lo­mütter-Weg. Denn das größte Pro­blem, die größte Her­aus­for­de­rung ist die Nicht-Sicht­bar­keit der So­lo­mut­ter­schaft. Wir alle kennen viel zu we­nige So­lo­mütter. Wir haben viel zu wenig Bei­spiele, wir kennen viel zu wenig Fa­mi­lien, die über eine Sa­men­spende ent­standen sind. Sich hier ge­gen­seitig zu un­ter­stützen und zu er­fragen, was die größten Pro­bleme sol­cher Frauen sind — das hat eine ganz große Stärke. Und je mehr Themen auf­kommen, desto mehr spe­zi­fi­sche An­ge­bote ver­suche ich zu stri­cken. Etwa für So­lo­mütter in Co-El­tern­schaft oder für solche nach Em­bryonen- und Ei­zell­spende. Ich will be­son­dere Räume schaffen.

Oft sind es ja schon die Be­griff­lich­keiten, die kom­plex und nicht so leicht zu ver­stehen sind. Warum be­nutzt Du „So­lo­mut­ter­schaft“ – und nicht etwa „So­lo­mama“?

Als ich an­ge­fangen habe, in Gre­mien zu ar­beiten und Fort­bil­dungen zu geben, habe ich ge­merkt, dass das Thema ge­ne­rell auf In­ter­esse stößt. Es exis­tieren aber kaum wis­sen­schaft­liche Stu­dien, ge­schweige denn die pas­senden Be­griff­lich­keiten. Es gab den Be­griff „So­lo­mama“, ge­prägt durch Hanna Schil­lers Blog „So­lo­ma­map­luseins“.

Aber auf dem Ju­gendamt wirst du ko­misch an­ge­schaut, wenn du von dir als „So­lo­mama“ sprichst. Jen­nifer Sut­holt und ich haben den Be­griff der „So­lo­mut­ter­schaft“ de­fi­niert. Und erst einmal ge­schaut, was das ist und wer da hin­ein­fällt: Alle Per­sonen, die den Weg der So­lo­mut­ter­schaft gehen wollen, sind die­je­nigen, die sich den Kin­der­wunsch er­füllen wollen, ohne dass eine Partner*in aktiv daran be­tei­ligt ist.

Viele So­lo­mütter starten je­doch aus einer Part­ner­schaft heraus. So­lo­mut­ter­schaft be­zieht sich un­serer De­fi­ni­tion nach aber be­reits auf den Be­ginn des Pro­zesses. So­lo­mut­ter­schaft heißt, den Kin­der­wunsch von der Part­ner­schaft zu ent­kop­peln. Es heißt aber nicht, dass ich nie wieder einen Partner haben werde.

Des­wegen ist das kein per­sön­li­chen Ver­sagen, viel­mehr ein Ab­wägen, wo ich im Leben stehe. Und wenn ich 38 Jahre alt bin und ge­rade keine Partner*in habe, möchte ich nicht in eine Kneipe gehen und ir­gend­je­manden ken­nen­lernen müssen, der sich wo­mög­lich mit mir in Zu­kunft dann auch noch Kinder wünscht. Nein, ich ent­scheide mich jetzt dafür, aktiv diesen Weg zu gehen. Der Partner*in kann gern später kommen. Das ist für manche he­te­ro­se­xu­elle Mütter sogar eine Er­leich­te­rung, weil sie dann bei der Wahl des zu­künf­tigen Part­ners nicht mehr die „Vä­ter­lupe“ ein­setzen. Später, wenn sich der Kin­der­wunsch schon er­füllt hat, kann ich dann ent­scheiden, wel­cher Partner*in mir per­sön­lich gut tut.

Auch bei un­seren Kin­der­wunsch­be­ra­tungen er­leben wir diese Nicht-Sicht­bar­keit, von der Du sprichst. Das Ge­fühl der Patient*innen ist oft­mals, al­lein mit ihrem Thema zu sein.

Was muss sich Deiner Mei­nung nach in der Ge­sell­schaft ver­än­dern, um diese Nicht-Sicht­bar­keit auf­zu­lösen?

Erst einmal würde ich mir wün­schen, dass allen Men­schen klar ist, was es heißt, eine So­lo­mutter zu sein. Es gibt ge­nü­gend Vor­ur­teile, etwa, dass es sich um ego­is­ti­sche Frauen han­delt, die kar­rie­re­ori­en­tiert sind und den Staat nur aus­nutzen wollen. Frauen, die sich auf diese Weise ihr Be­dürfnis nach einem Partner nach­bilden. Das deckt sich über­haupt nicht mit meiner Er­fah­rung. Es sind ein­fach Men­schen mit Kin­der­wunsch und ohne Partner*in. Nicht mehr und nicht we­niger. Das muss erst einmal in den Köpfen an­kommen. Und wir müssen ver­stehen, dass diese Frauen den Staat nicht aus­nutzen. Denn am Ende bin ich als So­lo­mutter al­lein­er­zie­hend. Ich be­komme genau die fi­nan­zi­ellen Leis­tungen, die auch Al­lein­er­zie­hende be­kommen —  bis auf den Un­ter­halts­vor­schuss laut Ur­teil von 2013. Also, wo bit­te­schön kann man davon spre­chen, dass So­lo­mütter den Staat aus­nehmen? Die Frauen müssen den ge­samten Kin­der­wunsch-Weg fi­nan­ziell al­lein stemmen. Und eine Kin­der­wunsch-Reise kann mit 3.000 Euro günstig aus­fallen. Sie kann aber auch lo­cker mal 23.000 Euro kosten. Die Frauen, die zu mir kommen, re­flek­tieren ihre fi­nan­zi­ellen Aus­gaben sehr genau. Sie halten Geld zu­rück, um nach der Ge­burt mit ihrem Kind ein si­cheres Leben führen zu können.

Was muss die Po­litik auf dem Weg zu mehr Gleich­be­rech­ti­gung bei der Kin­der­wunsch-Be­hand­lung tun?

Ich würde mir von der Po­litik wün­schen, dass die Fi­nan­zie­rung einer Kin­der­wunsch-Be­hand­lung un­ab­hängig von der Fa­mi­li­en­form mög­lich ist. Ob­wohl So­lo­mütter die größte Zahl meiner Klient*innen aus­macht, gibt es auch gleich­ge­schlecht­liche Paare und solche, wo der/die Partner*in un­fruchtbar ist. Hier sollte kein Un­ter­schied ge­macht werden und ein­fach jede Person fi­nan­ziell un­ter­stützt werden, egal, was das kostet.

Auch muss klar sein: Fa­milie ist nicht mehr zwangs­weise Vater-Mutter-Kind. Eine Fa­milie ist auch Vater-Vater-Kind oder Mutter-Mutter-Kind. Oder eben auch Mutter-Kind.

Ge­sell­schaft­lich ist hier ein­fach sehr viel im Wandel. Und dieser Wandel muss auch in der Po­litik an­kommen. Ich würde mir wün­schen, dass die Bot­schaft im Ko­ali­ti­ons­ver­trag zu kon­kreten Um­set­zungen führt.

Wir brau­chen ein­fach eine stärker aus­ge­baute Be­ra­tung. Das Pro­blem ist, dass die Be­hand­lung von So­lo­müt­tern und gleich­ge­schlecht­li­chen Paare in Deutsch­land un­ter­schied­lich ge­hand­habt wird — je nachdem, welche Lan­des­ärz­te­kammer zu­ständig ist. Wir haben in Deutsch­land einen ab­so­luten Fli­cken­tep­pich, was die Kin­der­wunsch-Be­hand­lung an­be­langt. In man­chen Kli­niken werden So­lo­mütter be­han­delt, in an­deren nur von be­stimmten Ärzt*innen. Da über­haupt durch­zu­bli­cken, ist schwierig. Es gibt keine of­fi­zi­elle Seite dafür, In­for­ma­tionen ver­teilen sich bisher nur über Netz­werke. Es wäre in­so­fern auch wün­schens­wert, dass die psy­cho­so­ziale Be­ra­tung eine kos­ten­lose Kas­sen­leis­tung wird. Also Kin­der­wunsch als Kas­sen­thema – un­ab­hängig davon, welche Person zu mir kommt. So hätte ich die Chance, Men­schen dau­er­haft zu be­gleiten, ohne dass sie mich be­zahlen.

Und am Ende brau­chen wir na­tür­lich auch die ge­setz­liche Gleich­be­hand­lung von So­lo­müt­tern. Es gibt So­lo­mütter, die dis­kri­mi­niert werden wegen ihres „Re­tor­ten­ba­bies“, auch vom Ar­beit­geber. Es gibt in Deutsch­land keine Ge­set­zes­lage zur So­lo­mut­ter­schaft.

Es gibt die Al­lein­er­zie­hende mit Kind, die sich einen Sa­men­spender in der Sa­men­bank aus­ge­sucht und da­durch se­henden Auges den un­ter­halts­pflich­tigen El­tern­teil ver­hin­dert hat. Diese Per­sonen dann fi­nan­ziell aus­zu­schließen, emp­finde ich als pro­ble­ma­tisch. Ob das rech­tens ist, ist eine an­dere Frage.

Die Kom­plex­heit des Themas soll auch nicht dazu führen, dass die So­lo­mütter sich wahn­sinnig unter Druck ge­setzt fühlen, weil sie nur ja nichts falsch ma­chen wollen. Hilfe muss da an­setzen, wo das Kind ist.

Also ist noch viel zu tun. Si­cher­lich auch, was die Auf­klä­rung an­be­langt.

Oh ja! Und wenn wir über Auf­klä­rung spre­chen, dann muss das Thema auch bei Gynäkolog*innen an­kommen. Ich höre so oft von meinen Klient*innen, dass ihre Gnäkolog*innen ihnen raten, in der Klinik nichts von der So­lo­mut­ter­schaft zu sagen, weil es nicht er­laubt sei. Das stimmt ja aber nicht. Da ist noch viel Auf­klä­rungs­be­darf von­nöten.

Auf­klä­rung muss aus meiner Sicht  auch viel früher an­setzen. Ich sehe den Auf­klä­rungs­be­darf an den Schulen, etwa zum Thema „weib­li­cher Zy­klus“. Oder dass Gynäkolog*innen sich mit ihren Patient*innen viel früher die Frucht­bar­keit an­schauen und be­stimmen, wie­viel Zeit noch für den Kin­der­wunsch bleibt.

Was wünschst Du Dir ganz per­sön­lich für Deine Be­ra­tungs­tä­tig­keit für die nächsten drei Jahre?

Ich wün­sche mir, weiter so viele in­ter­es­sante Men­schen ken­nen­zu­lernen. Ich wün­sche mir, mein Netz­werk weiter aus­zu­bauen. Je mehr Men­schen ich kenne, die in dem Be­reich auch tätig sind, desto mehr lerne ich und kann auch wieder selbst un­ter­stützen. Ich bin auch in Zu­kunft offen für alle Per­sonen, die zu mir kommen: Für die­je­nigen mit Kin­der­wunsch, aber auch für Sa­men­spender. Oder für das Kind, das kurz davor steht, den Sa­men­spender ken­nen­zu­lernen.

Wir haben kürz­lich einen Verein ge­gründet, den So­lo­mütter Deutsch­land e.V. Auch wenn er sich noch im Aufbau be­findet, ist dieser Verein schon jetzt ein wich­tiger Ort für die ganzen po­li­ti­schen Themen.

Liebe Ka­tha­rina, wir danken Dir für das Ge­spräch.

Wie wir helfen

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

Du möch­test Dich weiter über Kin­der­wun­sch­zen­tren, Er­folgs­raten und Preise in­for­mieren, melde Dich gerne über diesen Fra­ge­bogen bei uns. Wir be­raten Dich kos­tenlos und un­ver­bind­lich.

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