An­drea Helten

Habe ich PMS oder bin ich schwanger?

PMS (Prä­men­stru­elles Syn­drom)

Als prä­men­stru­elles Syn­drom (PMS) wird ein ganzer Ka­talog von Be­schwerden zu­sam­men­ge­fasst, der eins ge­mein hat: ihr zeit­li­ches Auf­treten. Die Sym­ptome sind zy­klus­ab­hängig und be­ginnen rund zwei Wo­chen bis ei­nige Tage vor dem Ein­treten der Mo­nats­blu­tung. PMS ist sehr in­di­vi­duell und un­ter­scheidet sich nicht nur von Frau zu Frau, son­dern auch von Zy­klus zu Zy­klus. Schät­zungen zu­folge leiden rund 20–50% der Frauen im ge­bär­fä­higen Alter an PMS und das an rund 3000 Tagen ihres ge­samten Le­bens. Eine be­son­ders schwere Form des PMS nennt sich prä­men­stru­elle dys­pho­ri­sche Stö­rung (PMDS). Hier er­leben die be­trof­fenen Frauen auf­grund der Be­schwerden eine Ein­schrän­kung ihrer Le­bens­qua­lität. Von PMDS sind etwa 2–5% der Frauen be­troffen. Auf­grund seiner Häu­fig­keit ge­hört das prä­men­stru­elle Syn­drom zu einer der am meisten vor­kom­menden Ge­sund­heits­stö­rungen.

Die Ur­sache von PMS

Es gibt sie nicht, “DIE” Ur­sache von PMS. Viel­mehr muss ein ganzer Ka­talog an Fak­toren zur Er­klä­rung her­an­ge­zogen werden. Mög­lich sind Fehl­funk­tionen im Hor­mon­haus­halt, aber auch auf neu­ro­lo­gi­scher und psy­cho­lo­gi­scher Ebene. Daher spricht man von PMS auch als „psy­choe­n­do­krine Dys­funk­tion“. So mögen schwan­kende Ös­trogen- und Pro­ges­te­ron­spiegel im Blut, ein zy­klus­be­dingter Mangel des Neu­ro­trans­mit­ters Se­ro­tonin sowie ein Mangel an Kal­zium und Ma­gne­sium als mög­liche Er­klä­rungen für das Auf­treten von PMS zu­grunde liegen. Dar­über hinaus werden Schmerzen vor allem in der Brust durch einen na­tür­li­chen An­stieg des Hor­mons Pro­laktin in der zweiten Zy­klus­hälfte ver­ur­sacht.

Al­ko­hol­konsum för­dert PMS

Auch die Le­bens­ge­wohn­heiten —  und hier vor allem die Er­näh­rung – dienen als Ur­sache von PMS. Eins steht fest: Ein Zu­viel an Kaffee, Zu­cker, Ni­kotin und Al­kohol be­güns­tigen das prä­men­stru­elle Syn­drom. Frauen, die re­gel­mäßig Al­kohol kon­su­mieren, leiden häu­figer an PMS. So konnte ein For­scher­team von der Uni­ver­sität Sant­iago de Com­pos­tela in einer breit an­ge­legten Me­ta­ana­lyse nach­weisen, dass Al­ko­hol­konsum mit einem leichten An­stieg des PMS-Ri­sikos zu­sam­men­hängt. Dafür ver­gli­chen sie Stu­dien mit über 47.000 Teil­neh­me­rinnen. Das Er­gebnis lässt ver­muten, dass Al­ko­hol­konsum in Eu­ropa für 21% der PMS-Fälle ver­ant­wort­lich ge­macht werden kann.

Die Sym­ptome von PMS

Die Sym­ptome von PMS sind so viel­schichtig wie ihre Ur­sa­chen und rei­chen von leichter Reiz­bar­keit bis hin zu aus­ge­prägten Bauch­krämpfen, die wäh­rend dieser Tage einen nor­malen Alltag un­mög­lich ma­chen. Zudem können ein oder meh­rere Be­schwerden in­ner­halb eines Zy­klus auf­treten.

Die häu­figsten Sym­ptome sind:

  • Kopf­schmerzen
  • Bauch­schmerzen
  • Rü­cken­schmerzen
  • Durch­fall und Blä­hungen
  • Heiß­hunger und Ap­pe­tit­lo­sig­keit
  • Was­ser­ein­la­ge­rungen im Ge­webe
  • Emp­find­liche und ge­schwol­lene Brüste / Brust­warzen
  • De­pres­sive Ver­stim­mungen
  • Angst­zu­stände
  • Stim­mungs­schwan­kungen
  • Mü­dig­keit
  • Schlaf­stö­rungen
  • Haut­un­rein­heiten

PMS oder Schwan­ger­schaft?

Die Ab­gren­zung von PMS und den ersten An­zei­chen einer Schwan­ger­schaft ist nicht ganz ein­fach. Denn Übel­keit und ge­schwol­lene Brüste können in der Tat auch eine Schwan­ger­schaft an­zeigen. Wenn Du re­gel­mäßig Deine Tem­pe­ratur misst, kannst Du je­doch einen Un­ter­schied be­merken.

Wäh­rend bei den meisten Frauen die Tem­pe­ratur vor der ein­set­zenden Mo­nats­blu­tung ab­fällt, bleibt sie bei einer be­stehenden Schwan­ger­schaft dau­er­haft er­höht. Na­tür­lich kannst Du Dir mit einem Schwan­ger­schafts­test Si­cher­heit ver­schaffen, ob Deine be­ob­ach­teten Sym­ptome auf einer Schwan­ger­schaft be­ruhen oder eher dem Spek­trum von PMS an­ge­hören. So kannst Du Dir die Frage „Habe ich PMS oder bin ich schwanger?“ si­cher be­ant­worten.

Die Be­hand­lung von PMS

PMS an sich lässt sich nicht be­han­deln, wohl aber dessen häu­figsten Be­schwerden. Dies funk­tio­niert zum Bei­spiel über Me­di­ka­mente. So sind in erster Linie hor­mo­nelle Ver­hü­tungs­mittel zu nennen, die den Ei­sprung ver­hin­dern.

Frauen mit Kin­der­wunsch und solche, die eher pflanz­lich gegen die Schmerzen bei PMS an­gehen wollen, greifen zu Prä­pa­raten mit Mönchs­pfeffer. Agnus Castus, so der la­tei­ni­sche Name, re­gu­liert den Hor­mon­haus­halt, hemmt die Aus­schüt­tung von Pro­laktin und kann so Brust‑, aber auch an­dere Schmerzen re­du­zieren. Wei­terhin hat Mönchs­pfeffer zy­klus­re­gu­lie­rende Ei­gen­schaften und kann auch bei Re­gel­schmerzen ein­ge­setzt werden.

Neben gän­gigen Schmerz­mit­teln gegen die kör­per­li­chen Be­schwerden werden bei starken de­pres­siven Ver­stim­mungen, die durch PMS aus­ge­löst werden, auch Se­ro­tonin-Wie­der­auf­nahme-Hemmer ver­schrieben. Diese sind je­doch mit Ne­ben­wir­kungen ver­bunden.

Was kannst Du selbst gegen PMS tun?

 

Auch wenn Du Dich bei PMS am liebsten ta­ge­lang mit der Wärm­fla­sche unter der Bett­decke ver­ste­cken wür­dest: Sport und Be­we­gung können tat­säch­lich Deine Be­schwerden re­du­zieren. Durch Sport steigt nicht nur die Durch­blu­tung, was sich po­sitiv auf Schmerzen vor allem im Bauch und dem un­teren Rü­cken aus­wirkt. Mit Be­we­gung wirkst Du auch den Was­ser­ein­la­ge­rungen in Deinem Körper ent­gegen und fühlst Dich nicht mehr so auf­ge­quollen.

Ideal ist Yoga durch seine sanften, flie­ßenden Be­we­gungen. Du kannst aber auch Rad fahren, joggen oder schwimmen. Sport bei PMS ist wirksam, da bei allen sport­li­chen Ak­ti­vi­täten ver­mehrt En­dor­phine im Ge­hirn aus­ge­schüttet werden. Diese „Glücks­hor­mone“ wirken als na­tür­li­ches An­ti­de­pres­sivum. Wenn Du re­gel­mäßig Sport be­treibst, kur­belst Du zu­sätz­lich die Bil­dung von Se­ro­tonin an. Du er­in­nerst Dich, das ist der Neu­ro­trans­mitter, dessen Mangel wahr­schein­lich einer der Ur­sa­chen für PMS ist.

Sport hat also nicht nur ge­ne­rell po­si­tive Aus­wir­kungen auf Deine Ge­sund­heit, son­dern sorgt so lang­fristig dafür, dass Du we­niger unter PMS lei­dest.

Wie wir helfen

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

Du möch­test Dich weiter über Kin­der­wun­sch­zen­tren, Er­folgs­raten und Preise in­for­mieren, melde Dich gerne über diesen Fra­ge­bogen bei uns. Wir be­raten Dich kos­tenlos und un­ver­bind­lich.

 

Wie läuft die Be­ra­tung ab?

  • Be­ant­worte uns im On­line For­mular erste Fragen um einen Termin zu bu­chen. So können wir im Ge­spräch besser auf Deine Be­dürf­nisse ein­gehen.

  • Wir finden den besten An­sprech­partner für Deinen kon­kreten Fall. Plane für die Be­ra­tung 20 Mi­nuten Zeit ein.

  • Wir stellen Dir das für Dich pas­sende Kin­der­wun­sch­zen­trum aus un­serem Netz­werk vor, ver­ein­baren einen Termin und be­gleiten Dich bis zum er­füllten Kin­der­wunsch.

Sprich mit uns