An­drea Helten

Se­xu­elle Un­lust bei der Frau

Gründe für den Li­bi­do­ver­lust

Se­xu­elle Un­lust bei der Frau kann viele Ur­sa­chen haben und meis­tens ist es ein Wech­sel­spiel aus meh­reren Fak­toren. Der Ein­fach­heit halber listen wir hier zu­nächst einmal die wich­tigsten Gründe auf und er­läu­tern sie an­schlie­ßend im De­tail. Wichtig ist je­doch die Be­griff­lich­keit: Wäh­rend ge­ne­rell nicht jede® immer Lust auf Sex hat, wird das Thema erst zu einem Pro­blem, wenn die ei­gene, feh­lende Lust als Be­las­tung emp­funden wird. Dann spricht man von einer „se­xu­ellen Ap­pe­tenz­stö­rung“.

Häu­fige Gründe für die se­xu­elle Un­lust bei der Frau

1. Hor­mo­nelle Fak­toren

Der Hor­mon­haus­halt spielt na­tür­lich eine wich­tige Rolle, wenn die Frau keine Freude mehr an der Se­xua­lität emp­findet. Vor allem die wich­tigsten Se­xu­al­hor­mone Ös­trogen und Pro­ges­teron be­finden sich im fort­lau­fenden Wech­sel­spiel zu­ein­ander. So kann zum Bei­spiel ein un­re­gel­mä­ßiger Mo­nats­zy­klus Aus­wir­kungen auf die Lust haben. Auch der Mangel am „männ­li­chen“ Hormon Tes­to­steron, das Frauen na­tür­lich ebenso be­sitzen, kann dazu führen, dass die Li­bido nach­lässt. Dies ist zum Bei­spiel in den Wech­sel­jahren der Fall, in denen über einen län­geren Zeit­raum hinweg – ähn­lich wie in der Pu­bertät — ein hor­mo­nelles Un­gleich­ge­wicht herrscht. Dann kann zum Li­bi­do­ver­lust auch noch Schmerz beim Sex kommen, der durch eine zu­neh­mend tro­ckene Va­gina aus­ge­löst wird. Laut der Gy­nä­ko­login Sheila de Liz ist meist ein Ös­tro­gen­mangel für dieses Phä­nomen ver­ant­wort­lich. Daher sollte Deine Frau­en­ärztin oder Dein Frau­en­arzt hier die erste An­sprech­person sein.

Na­tur­gemäß steht auch nach der Ge­burt hor­mo­nell erst einmal an­deres im Vor­der­grund als Sex: Das Hormon Pro­laktin sorgt für die Milch­bil­dung bei der Frau und hemmt zu­gleich das se­xu­elle Ver­langen.

In Zeiten, in denen wir job­tech­nisch sehr be­an­sprucht sind, sinkt eben­falls die Lust am Sex. Ein hohes Stress­level und eine damit ver­bun­dene hohe Kon­zen­tra­tion an Stress­hor­monen wirkt sich nicht nur ne­gativ auf un­sere Li­bido aus, son­dern re­du­ziert die Wahr­schein­lich­keit, schwanger zu werden. Wobei wir bei den psy­cho­lo­gi­schen Fak­toren an­ge­kommen wären.

 

2. Psy­cho­lo­gi­sche Fak­toren

For­sche­rinnen und For­scher am Uni­ver­si­täts­kli­nikum Ham­burg-Ep­pen­dorf (UKE) haben her­aus­ge­funden, dass Frauen und Männer zwi­schen 18 und 35 Jahren rund fünf Mal pro Monat Sex haben. Ist das nun viel oder wenig? Er­war­tungs­hal­tungen dar­über, wie häufig Sex statt­zu­finden habe, wie er­füllter Sex aus­sehe oder welche se­xu­ellen Prak­tiken an­ge­wandt werden, sorgen oft­mals für Druck. Ge­rade Frauen kommen dann ins Grü­beln und fragen sich, ob sie „se­xuell alles richtig“ ma­chen. Zu­sätz­lich kann die Un­zu­frie­den­heit mit dem ei­genen Körper noch mehr dazu führen, dass frau ver­un­si­chert ist. Un­rea­lis­ti­sche Schön­heits­ideale in den so­zialen Me­dien ent­werfen ein Bild von Weib­lich­keit und At­trak­ti­vität, dem die meisten Frauen ein­fach nicht ent­spre­chen. Und das ist auch gut so!

Auch bei Frauen mit Kin­der­wunsch bleibt so man­ches Mal die weib­liche Li­bido auf der Strecke. Wenn der in­time Akt nur noch als Mittel zum Zweck an­ge­sehen wird und die er­wünschte Schwan­ger­schaft zu­neh­mend auf sich warten lässt, be­lastet dies beide Partner. Schuld­zu­wei­sungen, un­aus­ge­spro­chen oder im of­fenen Streit ge­äu­ßert, führen zu Be­las­tungen in der Be­zie­hung. Und Be­zie­hungs­stress gilt nun einmal als Lust­killer par ex­cel­lence.

Dar­über hinaus können auch se­xu­elle Stö­rungen und Ver­hal­tens­weisen beim männ­li­chen Partner, wie zum Bei­spiel der vor­zei­tige Sa­men­er­guss, ein Grund für die Un­lust bei der Frau sein.

 

3. Er­kran­kungen, Me­di­ka­mente und se­xu­elle Un­lust 

Die Pille stellt zwar eine der si­chersten Ver­hü­tungs­me­thoden dar, wird aber sehr häufig für den Ver­lust der Li­bido bei der Frau ver­ant­wort­lich ge­macht. Die in der Pille ent­hal­tenen Ges­ta­gene wirken sich auf den Hor­mon­haus­halt aus und werden als Aus­löser des Rück­gangs der se­xu­ellen Ak­ti­vität an­ge­sehen.

Chro­ni­sche Er­kran­kungen wie eine Un­ter­funk­tion der Schild­drüse, chro­ni­sche Schmerzen oder eine Krebs­er­kran­kung sorgen für eine ver­min­derte Lust. Zudem haben ei­nige Me­di­ka­mente, wie zum Bei­spiel Blut­druck­senker oder An­ti­de­pres­siva, eine ver­rin­gerte Li­bido als un­er­wünschte Ne­ben­wir­kung.

frau nimmt medizin

Was hilft gegen se­xu­elle Un­lust bei der Frau?

Was für Dich der beste Weg gegen se­xu­elle Un­lust ist, musst Du ganz in­di­vi­duell her­aus­finden. Helfen kann Dir dabei das Er­lernen von Ent­span­nungs­tech­niken oder das Neu­ent­de­cken acht­samer und ab­sichts­loser Be­rüh­rungen. Auch eine grö­ßere Ak­zep­tanz Deines ei­genen Kör­pers kann viel aus­ma­chen (Stich­wort Body Po­si­ti­vity). Sport und Be­we­gung sind ein wun­der­barer Aus­gleich zu un­serem stres­sigen Alltag. Egal, ob sanftes Yoga oder aus­powerndes Zumba-Trai­ning: Sport hält Dich fit und lässt Dich Deinen Körper besser er­fahren. Er ist also der erste Schritt hin zu einem guten und ge­sunden Kör­per­ge­fühl.

Ob Deine Hor­mone dafür ver­ant­wort­lich sind, dass es im Bett nicht mehr laufen will, kann Deine Gy­nä­ko­login oder Dein Gy­nä­ko­loge her­aus­finden. Je nach Er­kran­kung und Lei­dens­druck ist auch eine En­do­kri­no­login oder ein En­do­kri­no­loge zu emp­fehlen, die oder der den Hor­mon­haus­halt noch ge­nauer un­ter­su­chen kann. Auch eine Psycho- oder Se­xu­althe­rapie vermag dabei zu helfen, das in­nere Gleich­ge­wicht wieder her­zu­stellen, wenn die se­xu­elle Un­lust tie­fere Gründe hat.

Neben diesen Stra­te­gien zum Lust­ge­winn finden sich in Blogs und Foren na­tür­lich un­zäh­lige Tipps für eine ak­tive Li­bido, die vom Ver­zehr von scharfen Ge­würzen über Dates im Hotel bis hin zu Sextoys rei­chen.

Über Fer­tilly

Wir bei Fer­tilly haben es uns zur Auf­gabe ge­macht, Paare (homo- und he­te­ro­se­xuell) und Sin­gles auf dem Weg zur Er­fül­lung ihres Kin­der­wun­sches zu be­gleiten. Dabei ist es uns wichtig Trans­pa­renz im Be­reich der An­ge­bote zum Thema Kin­der­wunsch zu schaffen, In­for­ma­tionen und Wissen zu den Themen Schwan­ger­schaft und Frucht­bar­keit zu ver­mit­teln und Dir und Euch dabei zu helfen, die am besten pas­sende Kin­der­wun­sch­klinik zu finden. Durch Ko­ope­ra­tionen mit erst­klas­sigen Kin­der­wun­sch­zen­tren in Deutsch­land und im Aus­land werden An­fragen über Fer­tilly be­vor­zugt be­han­delt. Somit um­gehen un­sere Pa­ti­en­tinnen und Pa­ti­enten die sonst meist langen War­te­zeiten und kommen schneller an ihr Ziel.

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