Chris­tina Klei­nert

So­cial Free­zing: Gründe & Ak­zep­tanz

Durchschnittsalter erste Geburt Deutschland

So­cial Free­zing, oder: Was haben Mi­chelle Obama und Kim Kar­da­shian ge­meinsam?

Die Ent­wick­lung, immer später Kinder zu kriegen, hat uns längst er­reicht. Doch wäh­rend sich kul­tu­relle und so­ziale Ge­ge­ben­heiten in den letzten Jahr­zehnten deut­lich ver­än­dert haben, be­findet sich un­sere bio­lo­gi­sche Uhr nach wie vor auf dem Stand von vor meh­reren tau­send Jahren. Was also können wir tun, um un­sere Le­bens­pla­nung mit un­seren bio­lo­gi­schen Vor­aus­set­zungen unter einen Hut bringen zu können?

‍Das Thema künst­liche Be­fruch­tung bzw. In-Vitro Fer­ti­li­sa­tion (IVF) ist heut­zu­tage we­niger stig­ma­ti­siert als noch vor ei­nigen Jahr­zehnten. Dabei hilft es si­cher, dass immer mehr Frauen öf­fent­lich über ihre IVF-Er­fah­rungen spre­chen, von der ehe­ma­ligen First Lady Mi­chelle Obama, bis hin zu Pro­mi­nenten wie Kim Kar­da­shian.

Und auch in der breiten Be­völ­ke­rung zeigt sich ein klarer Trend zum spä­teren Kin­der­kriegen. Eine Studie des Bun­des­in­sti­tuts für Be­völ­ke­rungs­for­schung zeigt: Wäh­rend 1970 das Durch­schnitts­alter der Mutter bei der ersten Ge­burt in Deutsch­land noch bei 24 Jahren lag, waren es 2016 be­reits rund 31 Jahre [1].

Die Ein­stel­lung ge­gen­über So­cial Free­zing hat sich stark ge­wan­delt

Doch nicht nur die ge­sell­schaft­liche Ak­zep­tanz von IVF hat sich in den ver­gan­genen Jahren stark ge­wan­delt. Auch So­cial Free­zing, also das vor­sorg­liche Ein­frieren von Ei­zellen, wird ge­sell­schaft­lich immer re­le­vanter.

Laut einer Be­völ­ke­rungs­be­fra­gung der Kran­ken­kasse IKK Classic von 2019 halten 46% der Frauen in Deutsch­land So­cial Free­zing für eine gute Lö­sung. 34% der Frauen würden die Me­thode selbst nicht nutzen, können je­doch die Ent­schei­dung bei an­deren nach­voll­ziehen. Nur 20% der Frauen lehnen So­cial Free­zing grund­sätz­lich ab [2].

Gründe von Frauen für Sozial Freezing

Das Kli­schee von So­cial Free­zing als Kar­rie­re­grund stimmt nicht

Als ame­ri­ka­ni­sche Firmen wie Face­book und Google im Mai 2014 an­kün­digten, die So­cial Free­zing-Be­hand­lungen ihrer Mit­ar­bei­te­rinnen zu be­zahlen, schlug dies in Deutsch­land große Wellen. Es war der Be­ginn einer ge­sell­schaft­li­chen De­batte: In­wie­fern sollte man junge Frauen dazu er­mu­tigen, die Kar­riere vor die Fa­mi­li­en­pla­nung zu stellen und in­wie­weit darf dabei me­di­zi­nisch nach­ge­holfen werden?

Ob­wohl die me­diale Auf­merk­sam­keit um das Thema groß war, ver­fehlten die meisten Bei­träge mit ihrer zen­tralen These – So­cial Free­zing sei vor allem etwas für kar­rie­re­ori­en­tierte Frauen – die ei­gent­liche Wahr­heit. In einer Studie aus dem Jahr 2013 wurden Frauen be­fragt, warum sie ihre Ei­zellen ein­frieren lassen haben (Mehr­fach­nen­nungen waren mög­lich). Ent­gegen der gän­gigen An­nahme, So­cial Free­zing würde primär aus Kar­riere-Mo­tiven be­trieben, gaben nur 24% der be­fragten dies als Grund an. Ein deut­lich grö­ßerer Teil der Be­fragten, näm­lich 88%, gaben an der­zeit noch keinen ge­eig­neten Partner zum Kin­der­kriegen zu haben. 15% gaben fi­nan­zi­elle Gründe oder eine zu hohe Be­las­tung für eine Ver­schie­bung des Kin­der­wun­sches an [3].

Eine wei­tere Mo­ti­va­tion für So­cial Free­zing wird eben­falls oft ver­nach­läs­sigt: In be­stimmten Fällen lassen sich Krebs­pa­ti­en­tinnen und ‑pa­ti­enten vor einer Che­mo­the­rapie ihre Ei­zellen ein­frieren, um diese im Falle eines spä­teren Kin­der­wun­sches be­fruchten zu lassen. Diese Va­ri­ante wird auch als Me­dical Free­zing be­zeichnet.

» So­cial Free­zing —  Er­folgs­sta­tis­tiken

» Wie läuft So­cial Free­zing ab und was muss ich wissen?

Frau mit Brille

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Quellen:

1. Bun­des­in­stitut für Be­völ­ke­rungs­for­schung (2018) — https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/F20-Alter-Muetter-bei-Erstgeburt-Deutschland-West-Ost-ab-1960.html
2. IKK Classic, Kin­der­wunsch­studie (2019) — https://www.ikk-classic.de/dam/jcr:7954b949-9290–4e49-a3e07971a647938b/Ergebnisse%20Befragung%20Kinderwunsch%20Teil%20Eins.pdf
3. Hodes-Wertzet al., Fer­ti­lity & Ste­ri­lity (2013)